Rückblick wif-Events

24. September 2025

Videos sind omnipräsent – im Unternehmen und im privaten Leben. Neben aufwendigen Profi-Produktionen sind auch «echte» Videos aus dem Unternehmen gefragt: selbst produzierte Clips, die eine Story in wenigen Sekunden erzählen. Wie das gelingt, haben wir von Katharina Deuber, TV-Journalistin, MAZ-Dozentin und wif-Frau, erfahren.

 

Eine Story, echt erzählt und erstellt mit der Handykamera – das sind die Bausteine, die Katharina für uns parat hatte. Im Workshop «In 3 Schritten zum Smartphone-Video» zeigte sie uns mit viel Leidenschaft und Humor, wie wir dabei vorgehen und was wir beachten sollten. Und tatsächlich: Während des 90-minütigen Workshops entwickelten wir unsere Mini-Story, formulierten eine Leitfrage, drehten Clips und fügten sie zum Kurzvideo zusammen. Die anschliessend präsentierten Resultate sorgten für viele Lacher und echte «Wow»-Momente.

 

Rund 50 Frauen tauchten an diesem Abend ein in die Welt des Videohandwerks und liessen sich von Katharina begeistern. Beim anschliessenden Netzwerk-Apéro gab es noch reichlich Gesprächsstoff – und ein gemeinsames Staunen darüber, wie viel Spass der Videodreh bereiten kann. Dass bei diesen Videos nicht alles perfekt sein muss, erleichterte uns den Einstieg.

 

Herzlichen Dank an Katharina und die wif-Frauen für diesen inspirierenden und unterhaltsamen Abend. Vielen Dank auch an die PH Luzern für den tollen Raum und den Apéro. Es hat rundum gepasst!

27. August 2025

Gestern Abend im WIF wurde deutlich: Erschöpfung ist kein individuelles, sondern ein kulturelles und strukturelles Phänomen. Franziska Schutzbach, Soziologin und Genderforscherin, zeigte in ihrer Lesung auf, wie alte Kulturerzählungen, von Eva über die Hexen bis zur Büchse der Pandora, bis heute das Frauenbild prägen. Daraus entsteht ein Anspruch an „Allzuständigkeit“. Frauen sollen beruflich erfolgreich sein, fürsorglich wirken, Beziehungen tragen und gleichzeitig den gängigen Schönheitsidealen entsprechen. Dieses permanente „Nicht-genügen-Dürfen“ ist eine zentrale Quelle weiblicher Erschöpfung.

Besonders eindrücklich war die Analyse der Care-Arbeit. Unsichtbar, kaum ökonomisch anerkannt und dennoch Grundlage jeder Gesellschaft. 75 % dieser Arbeit leisten weltweit Frauen. Unbezahlt. Auch im Beruf gelten Frauen als die „Kümmernden“, was einerseits Wertschätzung bringt, andererseits zur Falle wird. Wer sich verweigert, riskiert Karriere und Anerkennung.

Schutzbach machte klar: Burnout ist nicht nur ein individuelles Schicksal, sondern Ausdruck einer strukturellen Schieflage. Ein Perspektivenwechsel wäre nötig. Sorge und Beziehung als gesellschaftliche Mitte, nicht als Randaufgabe.

Herzlichen Dank, liebe Franziska Schutzbach https://www.franziskaschutzbach.com/  für die eindringlichen Impulse. Danke auch dem Treibhaus Luzern https://www.treibhausluzern.ch/ , das sich einmal mehr als inspirierender Ort für kritische und zukunftsweisende Debatten erwiesen hat. Und last but not least, danke Margherita Delussu für die tollen Fotos. 

26. Juni 2025

Beim diesjährigen Speed-Dating-Anlass von wif – Wirtschaftsforum Frauen trafen sich 45 Frauen – Mitglieder wie Interessierte, Selbständige und Angestellte – zu einem Abend voller Energie, Austausch und Inspiration. Der Seeclub Luzern bot die ideale Kulisse für ein Format, das effizientes und gleichzeitig herzliches Networking ermöglichte.

Schon beim Eintreten war spürbar: Hier versammelt sich geballte Kompetenz. Die Vielfalt an Qualifikationen, Erfahrungen und Perspektiven im Raum hätte mühelos das Fundament für ein hochkarätiges Unternehmen bilden können. Der Reichtum an Know-how war beeindruckend. Ebenso wie die Offenheit und das Wohlwollen, mit dem sich die Frauen begegneten.

In intensiven Gesprächsrunden entstanden neue Kontakte. Bereits bekannte Gesichter offenbarten überraschende Facetten, und es öffneten sich Türen für Kooperationen, Ideen und gemeinsame Anliegen. Der Raum vibrierte förmlich, nicht nur von Gesprächen, sondern von gegenseitiger Wertschätzung, Neugier und echtem Interesse.

Der Abend war ein Paradebeispiel dafür, was möglich ist, wenn Frauen sich vernetzen, voneinander lernen und einander inspirieren.

Ein herzliches Dankeschön an Stephanie Graf für die durchdachte Organisation, die dieses besondere Zusammenkommen ermöglicht hat. Ebenso danken wir dem Seeclub Luzern für die inspirierende Location direkt am Wasser.

20. Mai 2025

Rückblick: „Wie kommst du wirklich ins Tun?“

Ein Abend voller Mutanfälle und Motivationspsychologie

Ideen haben wir viele. Doch warum fällt es so oft schwer, ins Handeln zu kommen? Genau dieser Frage haben wir uns gestern im interaktiven Workshop mit Innovationspsychologe und Humortrainer Bensch Sager https://www.mutanfall.org/ gewidmet. Im inspirierenden Setting des Südpols Luzern https://www.sudpol.ch/ nahm uns Bensch mit auf eine kurzweilige, tiefgründige und humorvolle Reise durch die vier zentralen Selbststeuerungs-Themen nach Prof. Julius Kuhl: Prokrastination, Ablenkung, Misserfolgsangst und Vermeidung von Herausforderungen.

Mit einem charmanten Augenzwinkern und viel psychologischem Know-how machte Bensch selbst komplexe Konzepte für alle greifbar. Dabei lieferte er eine kompakte Mischung aus bekannten und neuen Tools, die durch fundiertes Hintergrundwissen und praktische Anwendung überzeugten. Besonders eindrücklich war die Arbeit mit unseren inneren Räumen, Bibliothek, Prüflabor, Werkstatt und Planungsbüro, die je nach Ziel (Fokus, Aktivierung, Beruhigung oder Konfrontation) bewusst genutzt und gewechselt werden können.

Jede Teilnehmerin verliess den Workshop mit einem selbst gebastelten Action Booklet, einem Wenn-Dann-Plan und - wer weiss – dem einen oder anderen kleinen Mutanfall im Gepäck. Vielleicht wurde der Plan heute schon umgesetzt – oder doch noch aufgeschoben ;-)

Ein herzliches Dankeschön an Bensch Sager für diesen energiegeladenen Abend, an den Südpol für die tolle Location und an alle Mitglieder und Interessentinnen, die mit uns über innere Schweinehunde, echte Herausforderungen und mutige Schritte gesprochen haben.

16. April 2025

Spiel, Stärke, Strategie in Sport und Wirtschaft

Mehr als 150 Frauen trafen sich in der Swissporarena Luzern zu einem besonderen Anlass. An einem Ort, wo sonst der Ball rollt, standen an diesem Abend Frauen im Fokus. 

Im Hinblick auf die UEFA Women’s Euro 2025 drehte sich das Podiumsgespräch um die Sichtbarkeit und Entwicklung des Frauenfussballs – und um die spannenden Parallelen zur Wirtschaft. Mit dabei: Lara Dickenmann, ehemalige Profifussballerin und Nationalspielerin, sowie Leevke Stutz, Projektleiterin der Host City Luzern für die Women’s Euro 2025. Moderiert wurde das Gespräch von der Sportjournalistin Seraina Degen, die charmant und mit viel Fachwissen durch den Abend führte.

Die beiden Podiumsgäste gaben persönliche Einblicke in ihren Weg – vom Durchsetzen in männerdominierten Bereichen bis hin zur professionellen Weiterentwicklung in und neben dem Sport. Lara Dickenmann erzählte von ihren Anfängen als einziges Mädchen im Jungsteam und dem Weg zur internationalen Profikarriere. Leevke Stutz gab Einblicke in ihre sehr erfolgreiche sportliche Vergangenheit im Rollsport und die organisatorischen Herausforderungen rund um den Frauenfussball-Grossanlass – inklusive Fanwalks, Fanzone und viel Logistikpower im Hintergrund.

Was die beiden vereint: ihre Leidenschaft, ihr Fachwissen und ihr klarer Blick dafür, was es braucht, um persönliche Ziele zu erreichen. Sichtbarkeit, Vorbilder und der Zugang zu Netzwerken und Partnern spielten dabei eine zentrale Rolle.

Die Stimmung im Raum war spürbar inspiriert – es wurde viel genickt und gelacht. Und mit jeder Minute stieg die Vorfreude auf das Grossereignis UEFA Women’s Euro 2025 (2. - 27.7.2025).

Nach dem Podiumsgespräch ging es nahtlos in den Apéro über, ein lebendiger Ausklang, bei dem bis spät diskutiert und genetzwerkt wurde.

Ein grosses Dankeschön an alle Frauen, die an diesem Abend dabei waren. Danke auch BPW Luzern für das gemeinsame Veranstalten, ein grosses Merci für die perfekte Organsation geht an Stephanie Graf.

➡️ Ausführlich über den Anlass berichtet hat auch das Wirtschaftsmagazin ROI-online. Zum Artikel! 

Fotos: Margherita Delussu 

25. März 2025

ChatGPT, Google Gemini, Microsoft Copilot, DeepL – KI-Programme wie diese sind längst Teil unseres Alltags. Wie KI unser Leben und unsere Arbeit unterstützt, welche Aufgaben sie übernimmt und wo der Mensch weiterhin gefragt ist, zeigte Sophie Hundertmark den über 100 wif-Frauen in ihrem Referat.

 

«Künstliche Intelligenz lernt nach Mustern – genau wie wir», erklärte die KI-Expertin. Unser Gehirn erkennt Abläufe, sammelt Erfahrungen und trifft Entscheidungen. Auch KI analysiert riesige Datenmengen, erkennt Regelmässigkeiten und nutzt diese zur Weiterentwicklung. Während wir Menschen dabei Emotionen, Intuition und Kreativität einfliessen lassen, bleibt KI rein statistisch. Deshalb gehört die Zukunft dem Zusammenspiel von Mensch und KI: Während KI unterstützt und Prozesse optimiert, bleibt der Mensch kreativer Kopf und kritischer Denker.

 

Doch KI birgt auch Risiken: Fake News, sogenannte Halluzinationen, hoher Energieverbrauch und Diskriminierung durch voreingenommene Trainingsdaten. 

 

Wie KI bereits eingesetzt wird, zeigte Sophie anhand von Beispielen aus ihrem Arbeitsalltag – von der automatisierten Erstellung von Videos und Social-Media-Posts auf Basis eines Blogbeitrags bis hin zu ChatBots, Produktentwicklungen und KI als fester Bestandteil in Teams integrieren. 

 

Herzlichen Dank, Sophie, für den spannenden Einblick! Wir folgten deinen Ausführugen mit grosser Neugier und dabei wurde uns klar: KI ist gekommen, um zu bleiben. Wie wir sie nutzen und dabei menschlich bleiben, liegt in unserer Hand!

 

Vielen Dank Mona Leonard für die Organisation und Moderation dieses Anlasses.

 

weitere Infos zu KI Tipps von Sophie unter:https://www.sophiehundertmark.com

04. Februar 2025

Am 4. Februar 2025 hatten die Teilnehmerinnen des wif-Anlasses die Gelegenheit, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Luzerner Theaters zu werfen. Wenige Tage vor der wichtigen Abstimmung zum Projektierungskredit eines neuen Theaterbaus nahm uns Intendantin Ina Karr mit auf eine spannende Reise durch die Gegenwart und Zukunft dieses traditionsreichen Hauses.

Ein Theater mit Geschichte und Vision

Das Luzerner Theater ist das älteste Dreispartenhaus der Schweiz und gleichzeitig eine bedeutende Arbeitgeberin mit rund 400 Mitarbeitenden. Neben seiner Rolle als Kultur- und Begegnungsstätte spielt es eine wichtige Rolle im Stadtmarketing und als ausserschulischer Lernort. Doch hinter der Bühnenpracht verbergen sich herausfordernde Arbeitsbedingungen: enge Räumlichkeiten, fehlende moderne Infrastruktur und der ständige Bedarf an Improvisation prägen den Alltag.

Die Notwendigkeit eines Neubaus steht daher ausser Frage. In einem breit aufgestellten Wettbewerb gingen 128 Vorschläge ein, die von einem Expertengremium sorgfältig geprüft wurden. Ina Karr präsentierte die Vorzüge des geplanten neuen Theaters und betonte das Ziel, das Luzerner Theater als Haus der Begegnung weiterzuentwickeln. Besonders beeindruckend war ihre Aussage: "We don’t buy stars, we make them" – ein klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung und zur Bedeutung des Theaters als kreativen Ausbildungsort. Auch die Frauenförderung hat hier einen hohen Stellenwert.

Einblick in die Welt der Kostüme

Im zweiten Teil des Abends erzählte unser wif-Mitglied Silvia Lötscher aus ihrem bewegten Berufsleben in der Theaterschneiderei des Luzerner Theaters. Seit 30 Jahren ist sie Teil dieses lebhaften Betriebs und liebt die Vielfalt und Kreativität ihrer Arbeit. Besonders faszinierend war der Einblick in die Produktion der aufwendigen Bühnenoutfits, die einen wesentlichen Teil der Magie eines Theaterabends ausmachen.

Ein Tipp zum Schluss: Wer noch ein besonderes Fasnachtskostüm sucht, kann sich aus dem beeindruckenden Fundus von 40.000 Kostümen etwas ausleihen!

Der wif-Anlass bot eine einzigartige Möglichkeit, mehr über das Luzerner Theater und seine Herausforderungen sowie Visionen zu erfahren. Nun richtet sich der Blick gespannt auf die Abstimmung am 9. Februar 2025. Wir bleiben zuversichtlich und gespannt auf die Zukunft dieses wichtigen Kulturhauses.

Herzlichen Dank an Ina Karr und ihr Team für die Gastfreundschaft.

Fotos: Margherita Delussu

Dies ist das Testsystem 15/06/2026.